Lukas Bangerter wurde 1971 in St. Gallen (CH) geboren. Nach dem Besuch der Schule für Gestaltung absolvierte er eine Ausbildung zum Psychiatriepfleger. Von 1993 bis 1997 studierte er Schauspiel an der Hochschule der Künste in Bern. Im Anschluß an sein Schauspieldiplom war er zwei Jahre am Theaterhaus Jena engagiert, wo er auch mit ersten Regiearbeiten auf sich aufmerksam machte. Im Jahr 2000 gründete er in Zürich die Gruppe PLASMA, als deren Regisseur, Autor und Bühnenbilder er bis anhin vierzehn Projekte relisiert hat. Neben weiteren Arbeiten als Regisseur und als Schauspieler hat Bangerter als Gastdozent an der Norwegian Theatre Academy in Fredrikstad, der Danish National School of Performing Arts und an der Hochschule der Künste in Bern gelehrt und inszeniert. 2008/2009 arbeitete er im Rahmen des Stipendiums der Theaterkommission der Stadt Zürich in New York und eröffnete mit einer Inszenierung von Kathrin Rögglas „Worst Case“ die Spielzeit des Schauspielhaus Wien. Neben den Wiener Festwochen, dem Festival IMPULSE, Baltic Circle in Helsinki und Reminiscencje Theatralne in Krakau zeigten unter anderen auch Spielorte und Festivals in Paris, Kairo, Teheran, Lublijana, Mumbai, Neu Delhi, Dresden, Leipzig, Berlin, Seoul, Oslo, Skopje, Kiew und Dublin seine Arbeiten.

"Der Regisseur Lukas Bangerter (Text, Regie und Bühne) konzentriert sich wie kaum bisher auf das Wort: hobelt Synonyme von Sätzen, schickt Sequenzen in die Endlosschlaufe, zwirbelt sein Material präzise durch den Beschleuniger und lässt so die Sprache leuchten in einer rein technischen Schönheit. Bangerter ist so sehr Lausbub wie formaler Rigorist. Ein Techno-Tati." Der Bund

"Lukas Bangerter, der Initiator, Regisseur, Texter und Bühnenbildner, nimmt den Erfolg gelassen. Er arbeitet unbeirrt an der Umsetzung seiner Ideen, und zwar mit jener akribischen Arbeitswut, mit der er seit 1999 verfehlte Kommunikationsformen durchexerzieren lässt. Seine Figuren reden, verkabelt und verdrahtet, aneinander vorbei, reproduzieren loopartige Floskeln, Zitate, bis die Sprache irgendwann in ihre Bestandteile zerfällt und nur noch Rhythmus ist." NZZ

"«Mich interessiert die Musik des Lichts, das Tempo der Geräusche», sagt Regisseur, Autor und Bühnenbildner Lukas Bangerter. Das hört sich versponnen an, ist bei Bangerters Gruppe Plasma aber szenisches Programm: Licht, Video, Sprache, Schauspiel, Kulisse und Musik fliessen dort zusammen zu einem performativen Gesamtkunstwerk, Seit zehn Jahren folgt Plasma dieses Prinzip, wird damit an Festivals im ln- und Ausland eingeladen und euphorisch besprochen." Tagesanzeiger