In diesem Projekt konfrontiert PLASMA »König Ödipus«, den antiken Text von Sophokles, mit heutigen Bildern und Tönen.

Im Bewußtsein, mit Material zu arbeiten, das über zweitausend Jahre alt ist und das schon unzählige Male inszeniert worden ist, schleicht sich die Gruppe in den Text ein, um ihn von innen heraus neu zu beatmen. Keine Klassikerzertrümmerung also, sondern eine Wiederbelebung, die weder den Text noch den heutigen Kontext ignoriert, worin er präsentiert wird.

PLASMA zeigt nicht nur Ödipus' Fahndung nach sich selbst, wir werden auch Zeugen der Verwandlung von Text in Szene. Der Vorgang, dass eine Handvoll Zeitgenossen einen antiken Text belebt, ist ebenso Thema wie die Geschichte von König Ödipus selbst.

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Mit freundlicher Unterstützung von:

  • Abteilung Kulturelles der Stadt Bern,
  • Amt für Kultur des Kantons Bern / SWISSLOS,
  • Burgergemeinde Bern,
  • Fonds für eigenwillige Kunst / Barbara Huber-Streiff,
  • Kanton Zürich Fachstelle Kultur,
  • Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia,
  • Sophie und Karl Binding Stiftung,
  • Stiftung zur Förderung der darbietenden Künste

Pressestimmen:

Für diese wichtige, geistig anspruchsvolle wie zugleich die Gefühle beschäftigende Inszenierung zeichnet der Gründer der Gruppe Plasma verantwortlich, der 1971 in St. Gallen geborene Schauspieler und Regisseur Lukas Bangerter. Mit bewundernswerter Konsequenz hat er der Aufführung eine eigene Form gegeben und die Darsteller zu stilisiertem, dennoch ausdrucksstarkem Spiel geführt.

Der Bund

Das Ensemble Plasma aus der Schweiz wagte sich an Sophokles - mit Erfolg. Mit ihrer Version der Sophokles-Tragödie "Ödipus", die am Freitag zum Festival-Abschluss gespielt wurde, erwies sich das Schweizer Ensemble Plasma als Glücksfall. Es gehört eine gehörige Portion Mut dazu, sich an diesem Stoff zu versuchen. Plasma hat diesen Mut und geht unbefangen an das antike Stück heran. Die junge Truppe um Regisseur Lukas Bangerter vermengt den wuchtigen Text mit Performance-Elementen. Die Sprache wird perfekt choreographiert. Dazu spielt Martin Wiggerr (DJ Staubsauger) zwischen den Szenen und Akten immer wieder HipHop-Rhythmen vom Band ein. Wigger nimmt Stimm- und Geräuschfetzen auf und verarbeitet sie zu einer stimmungsvollen Tonkulisse um. Ödipus ist im Pop-Zeitalter angekommen.

Westdeutsche Allgemeine